ZUM 50. GEBURTSTAG
MEIN WERDEGANG VON DAMALS BIS HEUTE
Ich wurde am 21. 4. 1959 – also im Sternzeichen des Stiers – in Salzburg geboren. Mein Vater war ein hoch angesehener Kinderfacharzt. Mein etwas jüngerer Bruder Andreas ist Urologe geworden und hat international wissenschaftliche Anerkennung erworben. Er führt heute seine Privatpraxis bei mir und operiert in der EMCO Privatklinik. Nach dem frühen Tod unseres Vaters sind Andreas und ich bei unserer Mutter in der SalzburgerAltstadt aufgewachsen. Das Medizinstudium konnte ich in kurzer Zeit absolvieren, jedoch istman mit dem Abschluss aber noch kein Arzt und die Turnuszeit war gerade zu Beginn sehr fordernd. Mein Wunsch, ein chirurgisches Fach zu erlernen, war seit meiner Studienzeit vorhanden. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich dafür auch geeignet wäre. Der Beginn meiner Chirurgischen Laufbahn war schließlich die Herzchirurgie. Das Arbeitsklima dortwar aber nicht gerade erbaulich. Bis zu fünfzehn Nachtdienste pro Monat laugen zusätzlich aus. Mehr und mehr verspürte ich den Wunsch, in der Chirurgie auch kreativ tätig zu sein. Diese Verbindung ist am besten in der Plastischen Chirurgie zu verwirklichen, die Zahl der Ausbildungsplätze jedoch war sehr gering. Durch Engagement ist es mir schließlich gelungen, eine Stelle ander Universitätsklinik für Plastische Chirurgie in Innsbruck zu erhalten. Diese Tätigkeit bedeutete jedoch für mich, meine Zeit fast ausschließlich in oder fürdie Klinik zu verbringen. Zu einem OPTag kamen Dienste, wissenschaftliche Arbeitenund Kongresse hinzu. In der Wissenschaft warich, was Wachstumsfaktoren oder Computer Dokumentation betrifft,der Zeit etwas voraus.
Ästhetische Schönheitschirurgie hat mich schon früh fasziniert. Um etwaiger Ablehnung in der Klinik zu entgehen, bin ich im Geheimen in die USA zu damals führenden Ästhetischen Plastischen Chirurgen gefahren und habe mich dort auf mein späteres Berufsfeld vorbereitet. Bis heute besteht aus dieser Zeit eine gute Freundschaft zu Dr. Juris Bunkis aus Los Angeles. Damals boomte die Plastische Chirurgie in den Vereinigten Staaten, während wir noch damit beschäftigt waren, viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Derzeit leiden die Amerikanischen Chirurgen unter der Wirtschaftskrise, im Gegensatz dazu sind wir nach wie vor vollausgelastet.
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Ein für 1981 mutiges Unterfangen war es für mich, meine Anstellung in der Klinik aufzugeben und in der EMCO Privatklinikin Salzburg eine Abteilung für Plastische und Ästhetische Chirurgie aufzubauen. Mehrere Angebote, unter anderem eines alserster Ästhetischer Chirurg in Berlin und ein weiteres aus den USA, habe ich damals ausgeschlagen:. Mein Ziel war es, in Salzburg etwas Besonderes zu schaffen. Dabei war die Unterstützung von Dr. Esca, Dermatologe und Leiter der Klinik, dermeine Ideen und Vorstellungen teilte, sehr hilfreich für mich. Unsere gemeinsame Vision war und ist es, Ästhetische Plastische Chirurgie in höchster Qualität und Seriosität in Österreich und Mitteleuropa zu etablieren. Entscheidend dabei kann aber nicht kurzfristige Werbung, sondern nur langfristige Qualität und die daraus resultierende Mundpropaganda sein. Jedoch betrachten viele meiner PatientInnen die Ästhetische Chirurgie offenbar als so sensiblen und privaten Bereich, dass sie ihren Chirurgen kaum der besten Freundin verraten wollen. Nach wie vor ist es die Ausnahme, offen über einen Ästhetischen Eingriff zu sprechen. Und: „Ein gutes Facelift ist daran zu erkennen, dass man es nicht erkennt.“, sagte ich einmal in einem Interview. Obwohl ich die Gefühle meiner PatientInnen selbstverständlich sehr respektiere und auch nachvollziehen kann, finde ich den oftmals verhaltenen Umgang mit Plastischer Chirurgie inder Öffentlichkeit sehr schade, gerade weil sie für so viele Menschen so viel Gutes bewirkt. Für mich sind die oft berührenden und begeisterten Rückmeldungen meiner PatientInnen bei der Kontrolle nach einem Monat eine große Freude und eine Bestätigung meiner Arbeit. Der ORF wurde bald auf mich aufmerksam und ich wurde zu TV und Radiosendungen eingeladen. Eine Pionierleistung von Frau ProidlStachl war es, Patientenfilme auch im Operationssaal zu drehen. Obwohl man meinen möchte, dass die Kamera im Rücken den Druck und den Stress während der OP erhöht, waren für mich die Interviews nach den Operationen die weitaus größere Herausforderung und manche Sätze musste ichdreimal vorsprechen. Nach über 40 Sendungen hat sich aberauch auf diesem Feld mehr Routine eingestellt. Alle gesendeten Operationen sind zur vollsten Zufriedenheit der PatientInnen gelungen. Niemals wurde ein/e PatientIn in ihrer/seiner Aussage beeinflusst und darauf bin ich stolz. Zu Beginn war es gar nicht so einfach, die Ästhetische Chirurgie, wie ich sie mir vorstellte, zu etablieren, zumal ich einigen PatientInnen zu jung erschien, was die Schaffung einer Vertrauensbasis manchmal erschwerte. Transparenz und Offenheit gegenüber meinen PatientInnen war mir von Anfang an ein Anliegen, daher war und ist eine offen einsehbare Preisliste für mich eine Selbstverständlichkeit. Dadurch habe ich mir besonders jene Ärzte, die bislang unverschämte Preise verlangt hatten, nicht zu Freunden gemacht. Mir war sehr früh klar, welch wichtige Rolle das Internet als Informationsplattform spielt. So habe ich als erster in meinem |